Qualifizierung & Beratung

Leitlinie der TBS ist die Gestaltung guter Arbeit – ganz im Sinn des entsprechenden DGB-Index www.dgb-index-gute-arbeit.de. Dabei ist die TBS keine auf bestimmte Themen und Branchen eng festgelegte Fachberatungseinrichtung. Mit einem multiprofessionellen Team decken wir das breite Spektrum der rheinland-pfälzischen Unternehmen und Organisationen ab. Dabei stützen wir uns einerseits auf unsere fachliche Qualifikation und langjährige Erfahrung in der betrieblichen Beratung; andererseits besteht unsere Stärke sicherlich darin, uns flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse von Betriebs- und Personalräten einzustellen.

Spektrum der TBS

Zahlreiche Betriebe, im industriellen wie im Dienstleistungsbereich, werden – in der Regel unter Einbezug externer Beratungsfirmen – von Grund auf umgekrempelt; aus wirtschaftlicher Not, aufgrund veränderter äußerer Rahmenbedingungen oder zur Gewinnmaximierung. Betriebs- und Personalräte sind, da der Kern von Mitbestimmungsrechten tangiert wird, hierbei sehr gefordert: bei der Beurteilung einer Beauftragung von Unternehmensberatungen; in der Abwehr elementarer Bedrohungen der Beschäftigten; bei der Mitarbeit in Lenkungskreisen bis hin zur Erarbeitung eigener Initiativvorschläge.

Wir analysieren betriebliche Abläufe und Arbeitsstrukturen und entwickeln Konzepte zur Optimierung und Reorganisation. Das kann bedeuten, kurzfristig greifende Verbesserungspotenziale ausfindig zu machen und gemeinsam mit den Beschäftigten umzusetzen, aber auch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) in die Wege zu leiten und zu begleiten.

Längerfristige Veränderungsprozesse werden mit Hilfe von Projektmanagement und -moderation, mit fachlicher Unterstützung und Qualifizierung vorangebracht. Gerade in der teilweise mehrjährigen Begleitung tief greifender betrieblicher Veränderungen – von der Analyse bis zur wirksamen Umsetzung – verfügt die TBS über ausgewiesene und dokumentierte Erfahrungen (siehe Publikationen). 

  • Analysen: Abläufe, Prozesse, Schwachstellen
  • Gruppenarbeit
  • KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess), Kaizen
  • Projektmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Lenkungskreis-Mitarbeit (Steuerungskreis, Lenkungsausschuss, Projektsteuerung)
  • Bewertung der Gutachten von Unternehmensberatungen
  • Betriebs- und Dienstvereinbarungen zu Umstrukturierungsprozessen (Unterstützung des Betriebs- und Personalrats)
  • Moderation von Lenkungskreisen, Projekten, Sitzungen von Geschäftsleitungen und betrieblichen Interessenvertretungen
  • Alternativkonzepte zu denjenigen der Unternehmensleitungen und ihrer Berater
  • Demografischer Wandel im Betrieb

In vielen Unternehmen und Dienststellen ist der Umgang mit Computersystemen in Betriebs- und Dienstvereinbarungen gut geregelt. Beim Umstieg auf neue Software-Systeme reicht es allerdings nicht aus, bloß den Namen an der entsprechenden Stelle der Vereinbarung auszutauschen, denn neue Computersysteme bieten häufig zusätzliche Funktionalitäten.

Zudem ist aus Anwendersicht oft der Zugriff auf Daten vereinfacht, so dass zu den systemseitig vorgegebenen Auswertungen scheinbar mühelos weitere Reports erstellt oder Daten gleich in andere Programme übertragen werden können. Darüber hinaus verschwinden „alte“ Vereinbarungen in der betrieblichen Wirklichkeit häufig „in der Versenkung“ mit der Folge, dass die ausgehandelten Mitbestimmungsansätze nicht genutzt werden und die derzeitigen EDV-Systeme nichts mehr mit der mühsam erarbeiteten Dokumentation gemeinsam haben.

Angesichts der fortschreitenden technologischen Entwicklung bleibt die Regelung der eingesetzten Technologien wichtiger denn je. Ziel einer Überarbeitung von Vereinbarungen sollte dabei auch sein, die scheinbar gegensätzlichen Anforderungen „Mitbestimmung und Kontrolle durch die Interessenvertretung“ auf der einen Seite und „Begrenzung des Arbeitsaufwands“ auf der anderen Seite unter einen Hut zu bringen.

Dass der gesetzliche Mitbestimmungsauftrag nie endet, zeigt sich auch bei Richtlinien für die Nutzung unternehmenseigener Computer von Internetdiensten. Unabhängig von der Erlaubnis der privaten Nutzung wird von den Anwendern verlangt, die Verantwortung für die ihnen zur Verfügung gestellten Systeme zu übernehmen. Auch hier sollte die betriebliche Interessenvertretung eingreifen.

Im Datenschutzrecht geht es für die betriebliche Interessenvertretung vor allem um die Überprüfung eines gesetzeskonformen Datenschutzkonzepts und um die Frage, inwieweit der Datenschutzbeauftragte seinen Aufgaben gerecht wird.

  • Abfassung zeitgemäßer Betriebs- und Dienstvereinbarungen
  • Sichtung und Überarbeitung vorliegender Vereinbarungen
  • Arbeitnehmerdatenschutz-Konzept
  • Datenschutzbeauftragter (Überprüfung, Kontrolle)

Betriebsänderungen bis hin zu Insolvenzen nehmen erheblich zu. Interessenvertretungen und ihre Gewerkschaften sind gefordert, Alternativen zu Arbeitgebervorschlägen zu entwickeln, die meist auf scheinbar objektiven Zahlen aus dem Rechnungswesen basieren. Dies betrifft zunehmend auch den Dienstleistungssektor, der einem enormen Kostendruck unterliegt. An der Tagesordnung sind Ausgründungen und Abspaltungen (wie etwa Service-GmbH im Gesundheitsbereich), mit deren Hilfe nicht nur Personal eingespart, sondern auch Tarife gesprengt werden sollen oder gar die Mitbestimmung durch Interessenvertretung erschwert wird.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass solche Vorhaben häufig wenig durchdacht sind: Zahlen werden mangelhaft aufbereitet und einseitig interpretiert, um bereits feststehende Maßnahmen (schnelle Kostensenkung durch Entlassungen) zu legitimieren; indirekte Folgekosten werden nicht identifiziert und eingerechnet; ein tragfähiges Gesamtkonzept fehlt.

Die TBS hilft Interessenvertretungen ihre drängenden Fragen zu beantworten, etwa nach der Seriosität vorgelegter Zahlen und Konzepte, dem wirtschaftlichen Nutzen von Verzichtsmaßnahmen der Beschäftigten, den Erfolgsaussichten von Sanierungskonzepten und Auslagerungsplänen.

Bei Betriebsänderungen ist der Arbeitgeber auf den Betriebsrat angewiesen. Dies kann – in den Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan – u.a. dazu genutzt werden, das Ansinnen des Arbeitgebers zu prüfen und Alternativen zur geplanten Maßnahme vorzuschlagen. Die zuständige Gewerkschaft und der Betriebsrat bringen hierbei immer häufiger die TBS ins Spiel, um Alternativen zu entwickeln, zu prüfen und umzusetzen.

Wenn es gelingt, den Arbeitgeber zu einer Beauftragung der TBS als Alternativgutachter zu bewegen, können wir tätig werden und gemeinsam mit Interessenvertretung und Beschäftigten Strategien entwickeln, um notwendige Einsparungen ohne Personalabbau zu erreichen.

  • Bilanzanalyse
  • Make-or-buy-Analyse
  • Alternativgutachten
  • Interessenausgleich und Sozialplan
  • Rechte des Betriebsrats nach §111 BetrVG

Basierend auf neuen Organisationsstrukturen sowie neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verändern sich die Aufgabenzuschnitte und Leistungsanforderungen an die Beschäftigten. Themen wie „leistungsgerechte Entlohnung“, „Zielvereinbarungen“ und „Flexibilisierung der Arbeitszeit“ erhalten zentrale Bedeutung. Die TBS bietet bei der Analyse betrieblicher Strukturen, der Gestaltungspolitik und der Qualifizierung ihre Unterstützung an.

Thema Entlohnung: In vielen Betrieben werden bestehende Vergütungsmodelle (zum Teil) grundlegend verändert. Davon sind Fragen der Grundentgeltgestaltung berührt, aber auch Veränderungen traditioneller Leistungsentlohnungskonzepte hin zu neuen Formen variabler Entgeltbestandteile auf der Grundlage unternehmensspezifischer Kennziffern.

Nicht selten halten im Angestelltenbereich wie auch zunehmend im gewerblichen Bereich Entgeltmodelle auf der Grundlage von Zielvereinbarungen Einzug – auch Leistungsbeurteilungen werden mehr und mehr entgeltrelevant. Diskutiert werden nach wie vor auch vom Unternehmenserfolg abhängige Vergütungsbestandteile. Hier ist es wichtig, dass Betriebsräte sowohl tariflich als auch methodisch sicher Konzepte entwickeln können, die funktionsfähig sind und von allen Beschäftigten als gerecht empfunden werden.
Dass die Qualifizierung hier in engster Abstimmung mit den entsprechenden Gewerkschaften erfolgen muss, versteht sich von selbst. Hier kann und muss darüber hinaus die Querverbindungen von der Entgeltgestaltung zu personalpolitischen und arbeitsgestalterischen Prozessen hergestellt werden.

Das Thema Arbeitszeit ist so umfassend in Bewegung geraten wie kaum ein anderes. Allenthalben steht Flexibilisierung auf der Tagesordnung, wobei die Regelungsansätze so vielfältig sind wie die Betriebe. Bestehende Tarifverträge und Mitbestimmungsrechte drohen zu Makulatur zu werden. Auch unterstützt die TBS in enger Kooperation mit Interessenvertretung und Gewerkschaft, gute Kompromisse zwischen Anforderungen des Unternehmens und Interessen der Beschäftigten zu finden.

Unternehmerische Führungsinstrumente wie Zielvereinbarungen (ZV) werden zunehmend auch für Beschäftigte niedrigerer Hierarchiestufen verwendet, ohne dass die Voraussetzung für echte Vereinbarungen, nämlich „gleiche Augenhöhe“, gegeben wäre. Nicht selten werden Ziele übergestülpt und damit gerade nicht die erwünschte Identifizierung mit dem Unternehmensziel erreicht. Gleichzeitig werden Verfahren der Leistungsbeurteilung mit eingeführt, ohne dass ein direkter Bezug zu den Zielvereinbarungen erkennbar wäre. Die TBS qualifiziert und unterstützt die Interessenvertretungen zu diesem Thema zum Beispiel durch Simulation von ZV-Gesprächen.

Häufig fordern betriebliche Interessenvertretungen auch einen besseren Umgang der Führungskräfte mit den Kolleginnen und Kollegen ein. Die TBS qualifiziert auch zu diesem Thema, indem ein fairer und kompetenter Ausgleich zwischen den Anforderungen des Unternehmens und den Bedürfnissen der Beschäftigten entwickelt und geschult wird.

  • Entgeltmodelle
  • ERA
  • Leistungsentlohnung ( Entwicklung angemessener Konzepte)
  • Flexible Arbeitszeit (Betriebs- und Dienstvereinbarungen)
  • Schichtplanmodelle (softwaregestützt)
  • Zielvereinbarungen
  • Führungskräftetraining

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz erfreut sich in den letzten Jahren – insbesondere im Zeichen alternder Belegschaften – zunehmender Aufmerksamkeit. Dies haben wir mit einem eigenen Projekt zum demografischen Wandel im Betrieb und einer Reihe von Veröffentlichungen aufgegriffen. Siehe abgeschlossene Projekte

Dabei vergessen wir jedoch nicht die „klassischen“ Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. So bieten wir fachliche Unterstützung und Qualifizierung z.B. bei der Analyse von Gefahrstoffen und der Einhaltung der Gefahrstoffverordnung, deren Nichteinhaltung nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten und der Anwohner, sondern auch den Standort bedrohen kann. Seit 2005 sind auf die Betriebe erhebliche Änderungen durch die Novellierung der Gefahrstoffverordnung zugekommen.

Bei vielen Regelungen zum Schutz von ArbeitnehmerInnen wie der Arbeitsstätten- oder der Bildschirmarbeitsverordnung wird von den Betrieben die Wichtigkeit ihrer Einhaltung noch nicht erkannt. Ergonomie am Arbeitsplatz wird zukünftig, bei steigenden Gesundheitsbeschwerden insbesondere im Bereich Dienstleistung und Verwaltung, zu einem zentralen Thema werden.

Der Umweltschutz als Feld der Betriebsratsarbeit wurde seit der Novellierung des BetrVG deutlich aufgewertet – aber auch Personalräte haben auf der Basis zahlreicher rechtlicher Regelungen vielfältige Handlungsmöglichkeiten. Die TBS qualifiziert und informiert Betriebs- und Personalräte über die rechtlichen Vorschriften und ihre Veränderungen, ihre Rechte nach BetrVG/PersVG und eröffnet, vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrung, erfolgversprechende Handlungsmöglichkeiten.

  • Gefahrstoffanalyse
  • Gefahrstoffverordnung (Prüfung der Einhaltung)
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Bildschirmarbeitsverordnung
  • Ergonomie am Arbeitsplatz
  • Gesundheitsschutz und BetrVG
  • Psychische Belastungen
  • Gefährdungsanalysen
  • Alternsgerechtes Arbeiten

Betriebs- und Personalräte sind in Zeiten rasanter betrieblicher Umstrukturierungen in besonderer Weise gefordert: Um effektiv arbeiten zu können, müssen sie sich als Team organisieren, ihre Arbeit ständig überdenken, Projekte zu den verschiedensten Themen begleiten – und nicht zuletzt die Informationstechnologie für ihre eigene Arbeit kennen und nutzen lernen.

Die TBS bietet daher zunächst Qualifizierung zur Teamentwicklung und zur Reflexion der eigenen Arbeit an. Hierfür eignen sich besonders Klausuren und Inhouse-Seminare auf der Grundlage von § 37.6 BetrVG bzw. § 41.1 LPersVG und § 46.6 BPersVG. Solche Seminare haben sich vor allem nach Betriebsratswahlen als wichtig erwiesen, die häufig große Veränderungen und Verwerfungen mit sich brachten – z.B. zwischen den „alten“ und den „neuen“ Mitgliedern.

Klausuren des Gremiums sollten darüber hinaus ein fester Bestandteil der eigenen „Organisations- und Personalentwicklung“ und Arbeitsorganisation sein und in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Die TBS moderiert solche Klausuren und bezieht dabei Themen wie Teamentwicklung, Sitzungsleitung, Konfliktbearbeitung, Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit mit ein. In verschiedenen Gremien entstand daraus eine längerfristige Begleitung der Arbeit.

Weiter bieten wir Qualifizierung für die Organisation des Betriebs- und Personalratsbüros mit Hilfe von Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Grafikprogrammen sowie für die Nutzung von Internet und Intranet. Dabei wird auch auf Fragen des Datenschutzes und Regelungen in Form von Betriebs- und Dienstvereinbarungen eingegangen. Insofern kann die Beratung sowohl der eigenen Arbeit im Gremium als auch der Interessenvertretung der Beschäftigten dienen.

Neben fachlicher Kompetenz ist die Vielfalt der Methoden für den Erfolg betrieblicher Beratung entscheidend – es genügt keineswegs Gutachten zu verfassen, Empfehlungen abzugeben und die betrieblichen Akteure dann ihrem Schicksal zu überlassen.

Die TBS verbindet Konzepterstellung und Umsetzung und gestaltet sie als Prozess mit den betrieblichen Akteuren. Die wichtigsten methodischen Elemente sind dabei:

Arbeitsanalysen und Mitarbeiterbefragung (qualitative Interviews). Dadurch fließen die Kenntnisse, Vorbehalte und Ideen der Beschäftigten in Schwachstellenanalysen ein. Der Reorganisationsprozess wird von vornherein mitarbeiterorientiert gestaltet. Inhouse-Seminare nach Absprache. Es werden komplexe Sachverhalte mit betriebsspezifischem Zuschnitt aufbereitet und kompakt vermittelt.

  • Klausuren mit dem Gremium (Moderation)
  • Organisations- und Personalentwicklung im Gremium (EDV-gestützt)
  • Kompetenzen von Betriebs- und Personalräten (Leitung, Konfliktlösung, Projektmanagement, Teamentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit)
  • EDV-Nutzung im Betriebs- und Personalratsbüro