Achtung: die aktuelle Situation um Covid-19 hebelt die Mitbestimmung nicht aus

Die derzeitige Lage stellt die gesamte Arbeitswelt vor erhebliche Herausforderungen. Das gilt natürlich auch für die Arbeit der Interessenvertretungen. Diese Ausnahmesituation kann allerdings keine Ausrede sein, um Gremien zu übergehen und ihre Rechte faktisch außer Kraft zu setzen. Nach wie vor gilt es, die Mitbestimmungsrechte zu wahren. Wir empfehlen allen Mitbestimmungsgremien, vorsorglich Pandemievereinbarungen zu Kurzarbeit, mobilem Arbeiten, Hygiene- und Infektionsschutz etc. abzuschließen.


Im Zuge der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona Pandemie konnten wir unsere Angebote für Interessenvertretungen auf die aktuelle Situation zuschneiden und erweitern. Neben den Webinaren und spezifischen Online-Sprechstunden stehen wir Euch aber auch nach wie vor mit Inhouse-Schulungen und unseren gewohnten Beratungsleistungen zur Seite. Denn die derzeitige Situation erfordert nicht nur eine starke Mitbestimmung im Hinblick auf Pandemiepläne, Kurzarbeit oder den Wiederanlauf. Auch Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung, IT- und Datenschutz, der Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Organisation der Gremienarbeit sind weiterhin zentrale Themen, die – auch als Auswirkung der Pandemie – von den Gremien angegangen werden sollten. Darüber hinaus gilt es auch nach wie vor Themenschwerpunkte wie die Transformation oder Digitalisierung als Interessenvertretung mitzugestalten. Hierbei unterstützen wir Euch mit unserem Sachverstand und unterbreiten Euch gerne passgenaue Angebote.

Betriebs- und Personalräten und anderen gewählten Vertretungen der Arbeitnehmer*innen stehen wir unter der

06131-28835 26 und
06131-28835 22

von Montag bis Freitag, 8:00 - 17.00 Uhr, zur Verfügung.

Die Hotline dient NICHT der individuellen Beratung einzelner Arbeitnehmer*innen, sondern ausschließlich der Beratung betrieblicher Interessenvertretungen. Wir werden versuchen, Euch direkt zu unterstützen oder über unsere Netzwerke Antworten zu finden. Des Weiteren werden wir Eure Probleme und Fragen in die Diskussion der politischen Entscheidungsträger einspeisen. 

Informationen zur Sprechstunde

Am 16. April 2020 veröffentlichte das BMAS den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard. Dieser empfiehlt neben allgemeinen Grundsätzen die Entwicklung eines betrieblichen Konzepts für zeitlich befristete zusätzliche Maßnahmen zum Infektionsschutz. Für einen möglichst wirksamen Schutz gilt es nun, diese auf die betrieblichen Gegebenheiten hin zu konkretisieren, anzupassen und bei Bedarf zu ergänzen. Dabei bestimmen Arbeitnehmervertretung ausdrücklich mit!

Exemplarisch stellen sich den Arbeitnehmervertretungen nun folgende Fragen:

  • Wie ist der Homeoffice-Arbeitsplatz ausgestattet? Haben Beschäftigte die Möglichkeit ergonomisch zu arbeiten (mind. externer Bildschirm, Maus, Tastatur, Bürostuhl)?
  • Sind Einrichtungen zur Handhygiene gemäß ASR A4.1 in ausreichender Anzahl und Ausstattung vorhanden, wie Waschbecken mit erforderlichenfalls warmem Wasser, hautschonende Flüssigseife, Einmalhandtücher, Desinfektionsmittel, Hautpflege- und Hautschutzmittel?
  • Wenn die Pause am Arbeitsplatz verbracht werden kann, wie wird sichergestellt, dass gemäß ASR A4.2 keine arbeitsbedingten Störungen während der Pause auftreten?
  • Wurden die Beschäftigten über die Möglichkeit, bei Atemwegserkrankungen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf telefonischem Weg zu erhalten, informiert?
  • Sind die Beschäftigten darüber informiert und unterwiesen, was beim An- und Ablegen, der Reinigung, Aufbewahrung und Entsorgung der PSA (wie Masken, Handschuhe, Schutzbrillen) zu beachten ist?

Wir unterstützen Euch bei allen Fragen rund um den Arbeits- und Gesundheitsschutz und der Ausübung Eurer Mitbestimmungsrechte.

Dazu bieten wir eine Sprechstunde an, die donnerstags von 11.00 bis 12.00 Uhr die Möglichkeit zum Austausch bietet.

Sprechstunde Arbeits- und Gesundheitsschutz

Um uns bei der Planung zu unterstützen würden wir euch bitten, uns eure voraussichtliche Teilnahme über dieses Formular anzuzeigen (am besten am Vortag).

Informationen zur Sprechstunde

Die aktuelle Situation stellt uns alle vor neue Herausforderungen und wirft viele neue Fragen auf. Im Gegensatz zu den Betriebsratsgremien ist die Arbeit der Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen oft eine One Man-Show. Die Zusammenarbeit mit den Stellvertretern, zumindest in Betrieben mit einer geringen Anzahl von Menschen mit (Schwer-)Behinderung gestaltet sich schwierig.

Die TBS Rheinland-Pfalz möchte euch unterstützen und euch einen überbetrieblichen Austausch bieten, besondere Aspekte der Menschen mit Behinderung diskutieren und ggf. offene Fragen beantworten.

Dazu bieten wir eine Sprechstunde an, die Donnerstags von 9:00-10:00 Uhr die Möglichkeit zum Austausch bietet.

Sprechstunde Schwerbehindertenvertretung

Um uns bei der Planung zu unterstützen würden wir euch bitten, uns eure voraussichtliche Teilnahme über dieses Formular anzuzeigen (am besten am Vortag).

Wir beantworten die über das Kontaktformular eingehenden Anfragen möglichst kurzfristig über einen der angegebenen Kontaktkanäle (Email od. Telefon). 

Damit wir Euch in der Corna-Krise unterstützen können, bieten wir Seminare zu Kurzarbeit und Mobiler Arbeit sowie zu weiteren relevanten Themen im Onlineformat an.

Nähere Informationen und Anmeldeinformationen findet ihr hier.

Wir bieten selbstverständlich auch in der Corona-Krise nach wie vor individuelle Beratung der betrieblichen Interessensvertretungen zu allen betrieblichen Themen, für die Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen in Rheinland-Pfalz Beratung brauchen.

In der aktuellen Lage sind hier insbesondere die Themen "Kurzarbeit" und "Mobile Arbeit" zu nennen.

Kontakt


Die TBS berät zu allen betrieblichen Themen, für die Gewerkschaften und betriebliche Interessenvertretungen in Rheinland-Pfalz Beratung brauchen. Arbeitsbedingungen verbessern, Qualifikationen und Qualitäten der Beschäftigten fördern, betriebliche Risiken abwehren und Beschäftigung sichern – darum geht es uns vor allem.

Im Jahr 1989 mit dem Schwerpunkt „Neue Technologien“ gegründet, dreht sich heute beinahe alles in der TBS um betriebliche Umstrukturierungen und die Sicherung und Gestaltung von Beschäftigung. Wir bieten Spezialkenntnisse, die den Interessenvertretungen nützen, die aber häufig auch Unternehmensleitungen überzeugen. Dafür stehen die Betriebs- und Volkswirte, ArbeitswissenschaftlerInnen und Soziologen sowie Ingenieure der verschiedensten Fachrichtungen der TBS.


  • 2019/04 TBS-INFOGesundes Führen - Die Konjunktur in Rheinland-Pfalz - Vorankündigung Mitbestimmungsmesse - Veranstaltungsticker 1 MB
  • TBS-FirmenbroschüreBeratung und Qualifizierung von betrieblichen Interessenvertretungen DIN A4, schmal, 64 Seiten, Mainz, August 2018, TBS gGmbH 8 MB
  • 2019/03 TBS-INFODie Zukunftswerkstatt - Atypische und prekäre Beschäftigung in Rheinland-Pfalz - Veranstaltung: Wie steht es um die Tarifbindung in Rheinland-Pfalz - Veranstaltungsticker2 MB