Betriebliche Pandemievorkehrung

Die Corona-Krise hat uns nach wie vor fest im Griff, die Pandemie ist noch nicht gebannt. Schon in der alltäglichen Sicht auf die bisherige Auseinandersetzung mit den pandemiebedingten Herausforderungen wird jedoch offensichtlich, dass meist kurzfristig immer neue – zum Teil andere, zum Teil weitergehende – Maßnahmen in Kraft gesetzt wurden. Dies erfolgte nach intensiven Kontroversen immer wieder in der Hoffnung, die notwendige Wende in der Infektionsausbreitung zu schaffen. Dennoch ist es wichtig, den Blick auch in die Zukunft zu richten.

Noch ist nicht absehbar, wie lange die aktuelle Ungewissheit noch andauern wird. Unklar bleibt auch, was weiter notwendig sein wird, um nicht nur die sogenannte „vierte Welle“ abzuwenden, sondern diese Pandemie als solche zu überwinden. Das Verlangen endlich wieder zu Normalität zurückzukehren ist nachvollziehbar groß, ebenso der Wunsch alle Lebens- wie Arbeitszusammenhängen so schnell wie möglich wieder zu reaktivieren. Immer deutlicher zeichnet sich jedoch ab, dass wir mit pandemiebedingten Herausforderungen leben lernen müssen und die neue Normalität differenzierte Vorkehrungen erfordert. Hierzu ist es hilfreich – zumindest in der Rückschau – die aktuelle SARS-CoV-2-Pandemie als Chance zu erkennen: Nach Vogelgrippe (2004) und Schweinegrippe (2009/10) ist das aktuell grassierende Corona-Virus in der Form von SARS-CoV-2 die eindringlichste Aufforderung, unsere Vorgehensweise im Umgang mit Pandemie als eigentliche Herausforderung zu optimieren. Denn ebenso wie in Fachkreisen bereits im Vorfeld dieser Pandemie über Art des Erregers, Zeitpunkt des Ausbruchs und Schwere des Verlaufs diskutiert wurde, gilt als sicher, dass die aktuelle Pandemie keineswegs der letzte Fall gewesen sein wird.

Aus diesem Grund tun wir gut daran, die teuer bezahlten Erfahrungen zu sammeln, zu reflektieren und zu bewerten. Die in der Auseinandersetzung gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse gilt es als Rüstzeug für die Herausforderungen einer neuerlichen Pandemie zu sichern. In weiten Teilen seid Ihr hier in der Mitbestimmung und könnt die Regelung in einer Betriebsvereinbarung aktiv einfordern.

Die Inhalte dieses Seminars sind:

  • Austausch und strukturierte Reflexion der betrieblichen Erfahrungen im Umgang mit dem aktuell kursierenden Corona-Virus
  • Ansatzpunkte und Handlungsmöglichkeiten betrieblicher Interessen-vertretungen (Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung) in Krisenzeiten einer Pandemie
  • Auswirkung einer Pandemiegefahr auf die Gefährdungsbeurteilung und die daraus abzuleitenden Maßnahmen
  • Umgang mit besonders gefährdeten Beschäftigtengruppen
  • Betriebliche Pandemieplanung und Krisenorganisation
    • Mitbestimmung im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz
    • Ansatzpunkte mit Bezug zur Arbeitszeit
    • Beteiligung von Menschen mit Behinderung
  • Erarbeitung eines Rasters für die Gestaltung einer Betriebsvereinbarung vor Ort

Seminarnummer

211103WN

Datum

03.–05.11.2021

Zeit

09:00–16:30 Uhr

Kategorie A / B / C

€ 885/ € 1.125 / € 1.225


Nähere Informationen zu den Preis-Kategorien können Sie den Teilnahmebedingungen entnehmen.

Bitte beachten Sie die Technischen Hinweise.

Thema

Sonstiges

Ort

Gartenhotel Heusser
Seebacher Str. 50-52, 67098 Bad Dürkheim

Referenten

Wolfgang Nöll, TBS gGmbH
Steffen Koch, TBS gGmbH